Mit der Kraft der Sonne, Aufbau einer einfachen Solaranlage

Ludwig fängt jetzt die Sonne ein!

Heute berichte ich über die neue Solaranlage mit der nun Ludwig auch für mehrere Tage autark ist.
Im Vorfeld standen viele Überlegungen und Recherchen an. Die wichtigste Frage vorweg: Wie groß muss die Solaranlage sein. Da gibt es Aussagen von 60W bis 300W oder gar 400W. Das ist natürlich sehr stark davon abhängig wieviele und wie große Verbraucher ich betreiben will. Habe ich z.B. einen großen Spannungswandler verbaut und betreibe damit jeden morgen eine Kaffeemaschine oder sogar ein Cerankochfeld, dann benötige ich natürlich eine deutlich größere Anlage.

Ich entschied mich für eine 100W Anlage. Das entspricht der Standardgröße für handelsübliche Wohnmobile. Da ich nur einen Kühlschrank, wenige LED Lichter und im Winter eine Diesel-Wasserheizung betreibe sollte diese Anlage genügen. Im Sommer kann ich damit auch noch einen kleinen Wechselrichter zum laden des Laptops nutzen. Da ich derzeit noch keinen Dachträger auf dem Laster habe entschied ich mich für eine mobile Lösung.

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Das 100W Panel habe ich direkt beim Hersteller Prevent Germany bestellt. Für 95€ kam ein gut verarbeitetes Panel an. Die 100W Panele kann man in zwei verschiedenen Größen bestellen. Ich entschied mich aus Platzgründen für ein schmales längeres. Am Panel ist ein 1m Anschlusskabel mit MC4 Solarstecker.
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Als weiteres Bauteil benötigt man einen Solarregler. Dieser regelt die Spannung vom Panel kommend auf die benötigte Ladespannung herunter. Ich entschied mit für einen hochwertigen MPP Solarregler von Votronic. Diesen Solarregler habe ich im Elektroschrank nahe der Wohnraumbatterie bei den üblichen Ladegeräten verbaut. Nun noch eine 4qmm Leitung zum Sicherungsblock legen sowie Masse an den Shunt und fertig ist der Anschluss des Reglers. Da mein Regler auch die Boardbatterie mit einer Erhaltungsladung laden kann, habe ich noch ein Kabel mit niedrigerem Querschnitt vom Regler zur Boardbatterie gezogen.

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Vom Regler führe ich 6qmm Kabel durch die vordere Kofferwand nach draußen. Abgedichtet wird alles mit einer Dachdurchführung. Außen lasse ich die Kabel 5cm über die Dachdurchführung über stehen und versehe die Enden auch mit MC4 Solarstecker. Wichtig ist auf Plus und Minus zu achten, da die Stecker verpolungssicher sind.

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Um nun das Solarpanel an den Regler anschließen zu können bedarf es noch einem Verbindungskabel zwischen Panel und dem Anschluss am Koffer. Dazu benutze ich 7m vom gleichen 6qmm Solarkabel. Ich habe extra ein so langes Kabel gewählt, damit ich das Panel flexibel an mehreren Orten rund um den Laster aufstellen kann. Nun ist es im Sommer auch möglich im Schatten zu parken und das Panel in die Sonne zu stellen um eine bessere Ausbeute zu bekommen.

Zum Transport schiebe ich das Solarpanel in eine Halterung an der Kofferwand. Das Kabel kommt zu den übrigen Verlängerungen und ist somit immer griffbereit. Beim anschließen des Panels sollte man nur drauf achten das Panel vor dem Verbinden oder dem lösen der Verbindung abzudecken da es sonst Spannung liefert und es zu einem Funkensprung kommen könnte.

Bis jetzt hat sich die Anlage bewährt. Auch die Größe ist ausreichend. Im Winter bei kurzen Tagen und hohem Strombedarf durch die Heizung könnte es eng werden. Dann kann ich aber noch immer überlegen 100W zusätzlich auf dem Dach zu montieren. Den Regler habe ich jedenfalls groß genug ausgewählt. Wer nähere Infos zu der von mir verbauten Anlage möchte kann mich gerne kontaktieren. Allerdings ist dies keine Beratung durch einen Fachmann sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder.